Eine Branche blamiert sich. Und redet über die Falschen.
Bei der IHK zu Dortmund fielen 2023 bis 2025 zwischen 56 und 68 Prozent durch die Sachkundeprüfung Bewachungsgewerbe (bestanden: 31,6 %, 34,5 %, 44,0 %). Zum Vergleich: Durch die Pkw-Theorieprüfung fallen 45 Prozent – und dort wird längst über die Ausbildung diskutiert. Im Bewachungsgewerbe landet die Schuld dagegen oft bei den Teilnehmern.
Bequeme Erklärungen statt Systemverantwortung
Mangelnde Vorbereitung. Sprachbarrieren. Prüfungsangst. Das sind Erklärungen, die stimmen können – aber sie entlassen den Schulungsanbieter leicht aus der Verantwortung.
Halb durchfallen heißt: Das Vorbereitungssystem hat versagt
Wenn mehr als die Hälfte durchfällt, steht auch die Vorbereitung auf dem Prüfstand – nicht nur die Teilnehmer.
Das betrifft jedes Jahr sehr viele Menschen. Jede nicht bestandene Prüfung kostet die Teilnehmer Zeit und Geld – und den Schulungsanbieter Umsatz, Reputation und Empfehlungen.
56 %
sind 2025 bei der IHK zu Dortmund durch die §34a-Sachkundeprüfung gefallen (862 von 1.539).
IHK zu Dortmund, Jahresstatistik 2025
4 Thesen aus dem Whitepaper
Nicht gegen die Prüflinge. Nicht gegen die IHK. Gegen eine Schulungspraxis, die seit Jahren dieselben Ergebnisse produziert.
Die Schulung bereitet auf den Stoff vor. Nicht auf die Prüfung.
Wer den Stoff kennt, aber die Prüfung nicht besteht, hat kein Wissensproblem. Er hat ein Vorbereitungsproblem. Zwischen Verstehen und Abrufen unter Druck liegt eine kognitive Lücke, die kein Folienset schließt.
Wer erst am Kurstag zum ersten Mal vom Stoff hört, hat schon verloren.
Ein ehemaliger Bundeswehrsoldat neben einem Quereinsteiger ohne Sicherheitserfahrung. Der Trainer muss alle abholen – also fängt er bei null an. Die Fortgeschrittenen langweilen sich. Die Anfänger sind überfordert.
Die Vergessenskurve macht den besten Kurs wertlos, wenn danach nichts kommt.
Der Kurs endet Freitag. Die Prüfung ist oft erst Wochen später. Ohne Wiederholung ist der Stoff vom Montag am Prüfungstag schwerer abrufbar. Was hilft, ist verteiltes Üben und aktives Abrufen – nicht ein Wochenend-Marathon kurz vorher.
Jeder Prozentpunkt Bestehensquote ist bares Geld.
Ein Teilnehmer, der durchfällt, empfiehlt niemanden. Er warnt. Von 100 Teilnehmern bestehen 15 mehr, wenn die Quote von 50 auf 65 Prozent steigt. 15 Menschen, die weiterempfehlen. 15, deren Arbeitgeber wiederbuchen.
Die Bestehensquote ist das härteste Differenzierungsmerkmal im §34a-Markt.
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Für wen ist dieses Whitepaper?
- Sie sind Schulungsanbieter im §34a-Bereich und Ihre Bestehensquote liegt unter 60 Prozent.
- Sie bilden Sicherheitskräfte aus und wissen, dass Ihre Teilnehmer den Stoff nach dem Kurs vergessen.
- Sie leiten ein Sicherheitsunternehmen und sind es leid, für zweite Prüfungsanläufe zu zahlen.
- Sie sind Dozent und möchten Ihren Kurs mit prüfungsnahen Übungsformaten ergänzen.
- Sie suchen einen Wettbewerbsvorteil in einem Markt, in dem sich Anbieter über den Preis unterscheiden.
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Über dieses Whitepaper
Dieses Whitepaper wurde von tutoreon.academy erstellt. tutoreon verwandelt bestehende Schulungsunterlagen in adaptive, dialogbasierte Lernmodule mit formativem Feedback. Material hochladen. Module generieren. Teilnehmer einladen. Ob es wirkt, sehen Sie an Ihrer nächsten Bestehensquote.
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