Stundenplan und Klassen: die Woche als Lernraster
Praxis

Stundenplan und Klassen: die Woche als Lernraster

Klassen und Zeiträume bilden Wochenblöcke für Lernen, Live, Präsenz und Gruppenarbeit. Teilnehmer sehen heute und die Woche auf einen Blick – der Lehrplan liegt sichtbar auf dem Raster.

tutoreon Team
11 Min. Lesezeit

Die Woche steuert den Stoff, nicht der Kalender-Export

Eine Akademie verfügt über Einheiten, Lehrpläne und mitunter auch Zoom. Was jedoch häufig fehlt, ist die Woche als Ordnungsprinzip: Wann sitzt welche Kohorte an welcher Einheit? Wann ist Live-Unterricht, wann eine Pause, wann Präsenzunterricht vor Ort? Ohne ein solches Raster verteilt sich der Stoff auf Mails, ein geteiltes Tabellenblatt und einen Kalender, der mit der eigentlichen Lernplattform nichts zu tun hat.

Stundenplan und Klassen bei tutoreon bilden genau dieses Raster. Eine Klasse – also eine Kohorte – besteht aus Mitgliedern und Trainern, und ein Zeitraum verfügt über ein eigenes Wochenraster. Jeder Block wiederholt sich wöchentlich, sei es als Lernzeit, Live-Termin, Pause, Präsenzunterricht, Gruppenübung oder Sprachdrill. Lerner sehen dabei stets „Heute im Stundenplan" sowie die laufende Woche – nicht etwa eine Liste sämtlicher jemals veröffentlichter Einheiten.

Der Stundenplan ersetzt weder den Lehrplan noch die Session-Auswertung, sondern bettet beides in die Woche ein. Live-Blöcke setzen Zoom voraus, Gruppenübungen die Kollaborationsfunktion und Sprache ein aktiviertes Sprachmodul. Präsenz im Raster meint dabei ausdrücklich den Unterricht vor Ort – nicht den Termin, der beim Kauf im Shop gebucht wird.

Was eine Klasse hier ist

Eine Klasse ist eine feste Gruppe für einen bestimmten Zeitraum – sei es eine Teilzeit-Kohorte, eine Schulklasse, ein Lehrgang oder eine interne Akademie-Gruppe. Mitglieder sehen ausschließlich den Stundenplan ihrer eigenen Klasse, während die zugehörigen Trainer sowohl das Raster als auch die Anwesenheit vor Ort pflegen. Zugangscodes lassen sich direkt einer Klasse zuordnen: Wer einen solchen Code einlöst, wird automatisch Mitglied und erhält die entsprechenden Inhalte aus dem Stundenplan.

Am Lehrplan selbst ändert sich dadurch grundsätzlich nichts – Einheiten bleiben Einheiten. Trägt ein Block einen Lehrplan, werden die Klassenmitglieder in diesen Lehrplan eingeschrieben. Der Stoff gelangt also nicht schon deshalb zu jemandem, weil er im Raster steht, sondern hängt stets am Lehrplan, den der jeweilige Block benennt.

Begrenzt wird das Raster durch Zeiträume wie Semester, Lehrgang oder Quartal. Ausnahmen – ein ausgefallener Tag, ein Ersatztermin – lassen sich direkt auf der Vorlage hinterlegen, ohne dass die gesamte Woche neu gezeichnet werden müsste. Die einzelnen Vorkommen entstehen aus dieser Wochenvorlage; Zoom-Meetings für Live-Blöcke legt tutoreon jeweils für die kommenden Tage an, nicht für das gesamte Jahr im Voraus.

Zunächst schaltet tutoreon die Stundenplan-Funktion für eure Organisation frei. Anschließend aktiviert der Org-Admin unter den Einstellungen die Karte „Stundenplan und Klassen". Der Menüpunkt Klassen erscheint daraufhin sofort in der Navigation – sowohl in der Sidebar als auch mobil, ganz ohne Neuladen der Seite. Ohne diese Freischaltung gibt es weder die entsprechenden Menüpunkte noch die Möglichkeit, Klassen anzulegen.

Blocktypen: nicht alles in denselben Kasten

Beim Anlegen eines Blocks wählst du zunächst den Typ. Einheit und Lehrplan lassen sich dabei über ein durchsuchbares Feld finden, statt sie in einer Liste mit Hunderten Einträgen suchen zu müssen. Typen, die für eure Organisation nicht freigeschaltet sind, erscheinen ausgegraut – mit einer kurzen Begründung, nicht als funktionsloser Schalter.

Lernen. Selbststudium an einer veröffentlichten Einheit – der mit Abstand häufigste Blocktyp. Die Kohorte hat in dieser Stunde genau diese eine Einheit vor sich, nicht irgendetwas aus dem Katalog.

Live. Zoom-Unterricht, gebunden an eine Einheit oder einen Lehrplan. Dafür ist Zoom Virtual Classroom nötig (eine Enterprise-Funktion, die unter den Einstellungen verbunden wird). Der Block erzeugt den Termin, der Beitritt selbst läuft jedoch weiterhin über tutoreon. Details dazu im Beitrag Live-Unterricht mit Zoom und kollaboratives Lernen.

Pause. Eine bewusst sichtbare Lücke im Raster – ohne Stoff und ohne Anwesenheitspflicht, aber die Woche bleibt trotzdem lesbar.

Präsenz. Unterricht vor Ort, mit einem Ort direkt am Block hinterlegt. Das ist nicht mit Hybrid im Shop zu verwechseln: Es gibt weder einen Kauf noch eine Platzbuchung über die Kursseite. Der Block lässt sich für den aktuellen Tag als gehalten markieren. Der verkaufte Hybridkurs mit Termin beim Kauf bleibt die andere, eigenständige Erweiterung – siehe Hybridkurse.

Gruppe. Eine Gruppenübung aus der Kollaborationsfunktion, bestehend aus Lehrplan, Einheit und Modul. Die Klasse erhält dafür eine eigene, klassengebundene Gruppe; eine bereits bestehende manuelle Mitgliedschaft wird dabei nicht stillschweigend überschrieben. Startest du die Übung aus dem Block heraus, greift dieselbe Gruppenlogik wie in der Woche ohne Raster. Freigeschaltet wird Kollaboration vom Org-Admin, im Standardzustand ist sie deaktiviert. Produktseite: Kollaboration.

Sprache. Ein acht Minuten langer Drill oder eine Sprachlektion im Block – vorausgesetzt, das Sprachmodul ist für die Organisation aktiv. Andernfalls bleibt der Blocktyp Sprache für Lerner schlicht unsichtbar, statt als leerer Versprechen-Kasten aufzutauchen.

Ein Block ist grundsätzlich eine Vorlage und kein einmaliges Datum: „Montag 9:00 Lernen" bedeutet, dass dieser Termin jeden Montag im gesamten Zeitraum stattfindet, solange dieser läuft. Wer nur einzelne Tage braucht, arbeitet mit Ausnahmen – nicht mit fünfzig separaten Einzelterminen.

Lehrplan auf mehrere Blöcke legen

Der häufigste Fehler besteht darin, einen ganzen Lehrplan in einen einzigen Block zu pressen. Dann steht dort schlicht „Onboarding" von 9 bis 10 Uhr, und niemand weiß mehr, welche Einheit an diesem Tag tatsächlich dran ist.

Bei tutoreon erzeugt ihr stattdessen einen eigenen Lernblock pro Einheit. Dazu wählt ihr den Lehrplan sowie den Start-Wochentag und die Uhrzeit; tutoreon verteilt die Einheiten anschließend von Montag bis Freitag ab diesem Tag. Passen nicht alle Einheiten in eine Woche, rutscht der Rest automatisch in die nächste Zeitreihe – die sogenannte Blockdauer. Vor dem endgültigen Speichern lässt sich das Ergebnis in einer Vorschau prüfen.

Ein Beispiel: Bei zwölf Einheiten, Start am Dienstag um 9:00 Uhr mit einer Dauer von 90 Minuten, liegen die ersten vier Einheiten zwischen Dienstag und Freitag, die nächsten vier in der Folgewoche an denselben Wochentagen. Wer dichter takten möchte, kann zusätzlich einen Slot um 11:00 Uhr nach derselben Logik anlegen. Die Kohorte sieht dann am Dienstag um 9:00 Uhr Einheit 1, am Mittwoch Einheit 2 und so weiter. Die Reihenfolge selbst gibt weiterhin der Lehrplan vor – das Raster macht sie lediglich sichtbar.

Für den Blocktyp Lernen ist eine veröffentlichte Einheit Voraussetzung; Entwürfe gehören nicht in den laufenden Stundenplan. Live benötigt eine Einheit oder einen Lehrplan sowie eine Zoom-Verbindung, Gruppe zusätzlich zu Lehrplan, Einheit und Modul auch die entsprechende Freigabe für Kollaboration.

Wie Lernpfade grundsätzlich aufgebaut sind – als Reihenfolge und nicht als geballte Ladung am ersten Tag –, beschreibt der Beitrag Lernpfade aufbauen. Der Stundenplan bildet lediglich die zeitliche Schicht darüber.

Was Teilnehmer sehen – und was Trainer tun

Lerner, die einer Klasse angehören, sehen den Menüpunkt Stundenplan in der Navigation sowie „Heute im Stundenplan" auf dem Dashboard – jeweils mit Typ und Uhrzeit für den heutigen Tag und die laufende Woche. Bei Live-Blöcken erfolgt der Beitritt direkt aus tutoreon, ergänzt um eine Kalenderdatei am Termin; bei Gruppenübungen startet die Runde aus dem Block heraus, sobald der Trainer sie öffnet. Beim Blocktyp Lernen sehen sie ausschließlich die Einheit, die an diesen Block gebunden ist – nicht den gesamten Katalog.

Trainer und Admins legen Klasse und Zeitraum an, füllen das Raster und ordnen Mitglieder sowie optional Zugangscodes zu. Das Wochenraster lässt sich horizontal scrollen, und jeder Block trägt eine typbezogene Kennzeichnung, sodass Lernen, Live und Pause auf einen Blick unterscheidbar bleiben. Präsenzblöcke lassen sich für den aktuellen Tag als gehalten markieren, ohne dass dafür ein zweites Anwesenheitswerkzeug nötig wäre.

Die Einschreibung erfolgt über den Block selbst: Ein am Block hinterlegter Lehrplan schreibt die gesamte Klasse in diesen Lehrplan ein. Wer lediglich zuhören soll, ohne den vollständigen Lernpfad zu durchlaufen, erhält dadurch keinen heimlichen Vollzugriff auf alle Einheiten – maßgeblich ist stets das, was der Block tatsächlich vorsieht.

Das Bundesinstitut für Berufsbildung betont in der beruflichen Bildung die Bedeutung wiederkehrender, begleiteter Lernzeiten neben dem Selbststudium. Ein Wochenraster mit klar definierten Blocktypen bietet genau diese Orientierung – nicht mehr Stoff insgesamt, sondern Stoff zur rechten Zeit.

Zusammenspiel mit Live, Kollaboration und Shop

Drei Begriffe, die häufig in einem Atemzug genannt werden, obwohl sie klar auseinanderzuhalten sind:

Live bedeutet Zoom-Unterricht an einer Einheit, mit Übung und Anwesenheit in tutoreon – eine Enterprise-Funktion, die tutoreon gemeinsam mit euch einrichtet. Im Stundenplan wird daraus schlicht ein Live-Block. Produktseite: Live-Unterricht.

Kollaboration umfasst Duo, Gruppe und Peer-Review an Lehrplan-Gruppen und wird vom Admin freigeschaltet. Im Stundenplan wird daraus ein Gruppen-Block; ohne aktivierte Kollaboration bleibt dieser Typ ausgegraut.

Hybrid im Shop meint den Präsenztermin, der bereits beim Kauf feststeht, mit eigenem Preis und Kapazität auf der Kursseite. Der Stundenplan-Block Präsenz hingegen bucht keine Shop-Plätze und schreibt keine Verkaufstermine – die interne Klasse vor Ort und der verkaufte Hybridkurs bleiben also strikt getrennt.

Illustration zu: Stundenplan und Klassen: die Woche als Lernraster

Sprache im Raster hängt vom Sprachmodul der Organisation ab, nicht vom regulären Lernfluss der Einheiten. Der acht Minuten lange Drill bleibt dem Sprachbereich vorbehalten, sofern dieser für die Organisation aktiv ist; der Stundenplan zeigt lediglich, wann die Kohorte an der Reihe ist.

Zugangscodes lassen sich außerdem direkt einer Klasse mitgeben: Neue Teilnehmer werden dadurch automatisch Mitglied und sehen den Stundenplan. Das ersetzt zwar nicht die Zuweisung bestehender Lerner zum Lehrplan, ergänzt sie aber sinnvoll für Kohorten, die von Anfang an über Codes starten.

Was der Stundenplan nicht ist

Der Stundenplan ist kein Ersatz für die Session-Auswertung: Nach dem Lernblock lest ihr weiterhin Antworten und Lernziele dort nach – mehr dazu unter Abschlussquote reicht nicht. Ebenso wenig handelt es sich um einen öffentlichen Kalender für den Kursverkauf oder einen Terminplaner für einmalige Ereignisse à la „nächsten Donnerstag einmalig". Und er ist nicht Teil der Basis-Registrierung als unsichtbarer, ungenutzter Haken – erst schaltet tutoreon die Funktion frei, dann aktiviert der Org-Admin den entsprechenden Schalter unter den Einstellungen.

Schult ihr Einzelpersonen ohne feste Kohorte, braucht ihr den Stundenplan nicht zwingend: Ein Coach mit fünf Kunden auf derselben Einheit kommt problemlos mit Link und Session aus. Interessant wird das Raster erst dort, wo dieselbe Gruppe Woche für Woche dieselben Stunden hat – in der Schule, im Lehrgang, in der internen Akademie oder im Sprachkurs mit festen Zeiten.

Vor der Einrichtung genügt eine klare Liste: Welche Klasse, welcher Zeitraum, welche Einheiten zu welcher Stunde, wo Live, wo Präsenz vor Ort? Je klarer diese Liste, desto schneller steht das Raster – neu geschrieben werden muss der eigentliche Stoff dafür nicht.

Schule, Lehrgang, interne Akademie

Schule und Unterricht. Dieselbe Klasse trifft an denselben Wochentagen auf eine Kombination aus Lernblock, Pause und Präsenzunterricht. Der Stundenplan macht dabei sichtbar, wann die Klasse an welcher Einheit arbeitet – als Ergänzung zum Klassenzimmer, nicht als Ersatz für die Stunde vor Ort. Verwandtes Thema: Digitaler Unterricht.

Lehrgang und Akademie. Kohorten starten gemeinsam, Codes ordnen die Teilnehmer direkt der Klasse zu, und der Lehrplan liegt auf Montag bis Freitag. Live-Blöcke bilden dabei den Workshop-Vormittag, Lernblöcke füllen die Zeit dazwischen, und donnerstags steht eine Gruppenübung an. Trainer sehen dabei ausschließlich ihre eigenen Klassen, nicht jede Einheit der gesamten Organisation.

Interne Weiterbildung. Bei der Onboarding-Kohorte im dritten Quartal etwa laufen über acht Wochen zwei Lernblöcke pro Woche sowie ein verpflichtender Live-Termin am Freitag. Wer später hinzukommt, tritt der Klasse einfach bei und sieht ab diesem Zeitpunkt „Heute" und die laufende Woche – nicht den gesamten bisherigen Bestand als nachträgliche Pflicht.

Die erste Woche aufsetzen

Legt zunächst eine Klasse und einen Zeitraum an – etwa die nächsten zwölf Wochen –, gefolgt vom ersten Lernblock mit einer veröffentlichten Einheit. Prüft anschließend als Test-Lerner das Dashboard: Erscheint „Heute im Stundenplan" wie erwartet? Erst danach solltet ihr den Lehrplan auf die übrigen Blöcke legen. Live und Gruppe kommen erst hinzu, sobald Zoom und Kollaboration tatsächlich aktiv sind – andernfalls bleiben diese Typen ausgegraut, was durchaus beabsichtigt ist.

Zwei Klassen mit demselben Lehrplan sind ohne Weiteres zulässig, etwa eine Vormittags- und eine Abendkohorte mit jeweils eigenem Raster. Nicht zulässig ist hingegen eine einzelne Klasse mit zwei widersprüchlichen Wochenrastern. Ausnahmen wie ein Feiertag oder ein Ausfall gehören an den betroffenen Tag, nicht in eine zweite, parallele Geisterwoche.

Was letztlich zählt, bleibt auch nach dem Block die Session: Der Stundenplan gibt lediglich Auskunft darüber, wann die Kohorte an der Reihe war. Ob die Inhalte tatsächlich sitzen, lest ihr wie gewohnt aus der Auswertung ab.

Fazit

Stundenplan und Klassen betten den Lehrplan in die Woche ein: Klasse, Zeitraum und wiederkehrende Blöcke für Lernen, Live, Pause, Präsenz, Gruppe und Sprache. Teilnehmer sehen dabei stets den heutigen Tag und die laufende Woche, während Trainer den Lehrplan auf einzelne Blöcke verteilen, statt ihn in einen einzigen Kasten zu pressen. Live und Kollaboration bleiben eigenständige Funktionen – der Stundenplan bildet lediglich die Orientierung davor. tutoreon schaltet die Funktion frei, der Org-Admin aktiviert sie. Im Kern geht es weiterhin um Material, Module und Nachweis; das Raster zeigt lediglich, wann die Kohorte an der Reihe ist.